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Anforderungen an Rechnungen
Neue Vorschriften beachten / Übergangsregelung endet

Vom 1. Juli an greifen verschärfte Vorschriften bei den steuerlichen Anforderungen an Rechnungen. Rechnungen müssen jetzt von der EU vorgeschriebene erweiterte Angaben enthalten. Sind diese Vorgaben nicht erfüllt, versagt die Finanzverwaltung den Vorsteuerabzug. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin und empfiehlt allen Unternehmern, die Neuregelungen sowohl bei der Rechungserteilung als auch bei eingehenden Rechungen zu beachten.


Im Zuge der Umsetzung der so genannten Rechnungsrichtlinie der EU ins deutsche Umsatzsteuerrecht hatte es bereits zum 1.1.2004 einschneidende Änderungen bei den Anforderungen an Rechnungen gegeben. Danach müssen in Rechnungen neben den bisherigen Angaben auch enthalten sein:



- das Rechnungsdatum,
- die Rechnungsnummer,
- der anzuwendende Steuersatz sowie
- in den Fällen der Zahlung vor Rechnungsausstellung der Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts.


Fehlen die Pflichtangaben, ist der Vorsteuerabzug nach dem neuen Recht untersagt.


Bei der Anwendung der neuen umsatzsteuerlichen Vorschriften zu den Angaben in Rechnungen war die Finanzverwaltung den Steuerzahlern bisher entgegen gekommen: Bis zum 30. Juni 2004 blieb der Vorsteuerabzug erhalten, auch wenn die neu verlangten Angaben in Rechnungen fehlten. Die Angabe der Steuernummer wurde allerdings verlangt, wobei aber an Stelle der finanzamtlichen Steuernummer auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben werden kann. Erleichterungen gibt es bei Kleinbetragsrechnungen bis 100 Euro. Hier brauchen weder Steuernummer noch Rechnungsnummer angegeben zu werden.


Quelle: Bund der Steuerzahler



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EMI: Deutsche Industrie weiter im Wachstum / Zuwachsraten bei Produktion und Auftragseingang

Der BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Juli 2004, erreichte im Berichtsmonat Juni den Wert 55.9 (Vormonat: 56.2). Damit befindet sich der Index seit fast einem Jahr über der 50-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt. Hauptgründe für die positive Entwicklung waren Zuwachsraten bei Produktion und Auftragseingang. Vor allem eine gestiegene Industriegüternachfrage aus den USA und Asien sorgte dafür, dass die deutschen Unternehmen im Juni ihre Produktion erhöhen konnten. Außerdem profitierten einige Betriebe von dem durch die EU-Osterweiterung gestiegenen Handelsaufkommen.


Die Produktionsausweitung führte dazu, dass sich die Einkaufsmanager um die Erschließung zusätzlicher Bezugsquellen für Rohstoffe und Halbfertigprodukte bemühen mussten. Dadurch erhöhte sich die Menge der eingekauften Waren im Juni dieses Jahres zum achten Mal in Folge. Die durchschnittlichen Lieferzeiten verlängerten sich, wie bereits in den vergangenen elf Monaten. Davon betroffen waren vor allem metall- und ölbasierte Produkte. Gleichzeitig führten Lieferengpässe und die weltweit gestiegene Nachfrage zum neunten Mal in Folge zu einem Anstieg der durchschnittlichen Einkaufspreise und zu einer Erhöhung des Auftragsbestands.


Der BME/Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird gemeinsam von Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt, und der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Managers Index (PMI).



Quelle: BME.de



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Wirtschaft arbeitet an Notrufnummer gegen Kartenbetrug

Das Bundeskriminalamt verzeichnete im Jahr 2003 mehr als 120.000 Fälle von Kredit- und Maestro-Karten-Betrug in Deutschland. Der Schaden: knapp 65 Millionen Euro, rund sieben Millionen mehr als im Vorjahr. Durch einen einheitlichen Sperrdienst könnte der Missbrauch von Maestro- und Kreditkarten sinken, so die Einschätzung von Mummert Consulting. Der Grund: Bei einem Diebstahl der Geldbörse mit allen Karten muss der Bestohlene nicht mehr umständlich die Nummern der verschiedenen Kartenanbieter heraussuchen, sondern kann den Verlust schnell und komfortabel über eine einheitliche Rufnummer abwickeln. Das spart erheblich Zeit, in der der Dieb sonst möglicherweise schon die ersten Umsätze mit den gestohlenen Karten macht. Der Verein „Sperr e.V.“ will das Vertrauen der Bevölkerung in elektronische Kartensysteme durch diese einheitliche Notrufnummer (116) stärken. Derzeit befindet sich der neue Service in der Prüfung bei der EU-Kommission sowie beim deutschen Wirtschafts- und beim Innenministerium.


Der Bedarf ist groß: 119 Millionen Karten mit Bezahlfunktion gibt es in Deutschland. Mehr als jeder vierte Deutsche besitzt eine Kreditkarte – Tendenz steigend. Außerdem wird in Deutschland inzwischen mit ungefähr 70 Millionen Handys telefoniert. Viele Verbraucher wissen aber nicht, wo sie ihr Handy und ihre vielen verschiedenen Karten bei Verlust sperren lassen können. Der Grund: Die Codenummern zum Sperren von Karten und Konten sind meist sehr lang und schwer zu merken. Der kostenlose Service unter der einheitlichen Rufnummer 116 soll dieses Problem für die Verbraucher schnell und komfortabel lösen. Über diesen Notruf lassen sich nicht nur Plastikgeld und SIM-Karten sperren. Der neue Service soll beispielsweise auch für Versichertenkarten oder Mitarbeiterausweise und später auch für die geplante Gesundheitskarte gelten. Ein besonderer Service beim Verlust im Ausland: Ist die Geldbörse gestohlen, kann sich der Geschädigte über ein kostenloses R-Gespräch mit der Sperrvermittlung verbinden lassen.


Über den Notruf gelangt der Kartenbesitzer – egal ob aus Deutschland oder aus dem Ausland – zu einer zentralen Vermittlung. Diese leitet den Anrufer umgehend an den entsprechenden Systembetreiber weiter, um dort die Karten sperren zu lassen. Müssen mehrere Karten oder Konten gesperrt werden, gelangt der Anrufer über die Vermittlung nacheinander zu den einzelnen Anbietern. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg von 116: Die Kartenunternehmen und Systembetreiber müssen bereit sein, ihren Kunden diesen Zusatzservice anzubieten und zu bezahlen. Systembetreiber wie EURO Kartensysteme gehören bereits zu den Trägern der 116-Initiative. Daneben unterstützen auch Unternehmen aus anderen Branchen wie Siemens und Mummert Consulting die Einführung der Notrufnummer. Mummert Consulting untersuchte in einer Fallstudie die Marktchancen für eine einheitliche Servicenummer und erstellte den Business Case für den Sperr e.V.






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